colours, coincidences, sweets and miradors

Es gibt diese Orte, deren Magie und malerisches Landschaftsbild einen nicht loslassen, wie lange man ihre Erscheinung auch auf sich wirken zu lassen vermag. So surreal wirkt der Canyon de Colores in Purmamarca. Pachamama hatte sich voll ausgetobt und gibt hier ihre farbliche Vielfat zum Besten, die mich erneut staunen ließ. Der wegen Patagoniens Beliebtheit nicht allzu bekannte Norden Agentiniens bietet mit Salta nicht nur eine interessante Stadt, hier verstecken sich zudem heimelige kleine Orte, wie Tilcara zwischen den farbenfrohen Bergen, wo man sich sofort angekommen fühlt.

Bolivien, endlich ist es soweit. Ich nahm einen Nachtbus zur Grenzstadt und hoffte am Mittag in Sucre anzukommen. Trotz gegenteiliger Information des Internets war der Grenzübergang nachts verschlossen und ich durfte 4 Stunden in der Kälte in einem Treppenhaus warten. Hierbei hatte ich wenigstens seelische Unterstützung von 2 Streunerhunden, die mich als ihr neues, zu beschützendes Herrchen auserkoren.

Endlich im Bus wurde ich mit einer wie in Südamerika gewöhnlich langen, aber landschaftlich fesselnden Fahrt durch die Pampa entschädigt. In Sucre warf ich meine inzwischen deutlich gewohntere, vegane Ernährungsweise freudig über den Haufen, denn Dank des Tags der Unabhängigkeit Sucres, wurde hier eine Fiesta de Dulces gefeiert – wenn Südamerikaner eines lieben (nach ihren zahlreichen Aussichtsplattformen), dann sind es Süßigkeiten (Dulces) und ich auch. Zusammen mit Antoinia und Kim, die mir zum 5. Mal „zufällig“ im selben Hostel entgegenlächelten, entdeckten wir Sucre für uns. Die oft noch traditionell gekleideten, bolivianischen Frauen, hatten es mir mit ihrem Goldzahnlächeln angetan, sodass ich es ihnen verzieh, wenn sie mich hartnäckig versuchten zu einem Kauf von Llamakuscheltieren und Armbändchen zu überzeugen. Wobei ich von Letzterem einige mehr erstand, als meine Arme noch Platz bieten könnten – Mitbringsel!

Mein knapper Aufenthalt in Cochabamba und La Paz war – wie nicht anders zu erwarten – von Essen und wortwörtlich atemberaubenden Aussichten auf 4.200m Höhe geprägt. Den krönenden Abschluss und meinen Abschied von Bolivien bildete der Ausflug an den Titicacasee und die Isla del Sol, die in traditionellen Legenden die Wiege der Inka darstellt. Die Kultur des so bekannten Inkareiches sollte ich aber noch in Peru kennenlernen – auf ins nächste Land!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.